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Geschichte

Ur- und Frühgeschichte:

Siedlungsstellen und Einzelfunde der Jungsteinzeit (ca. 4300 bis 2300 v. Chr.), darunter zahlreiche Flintbeile, ein Messer der jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur sowie Streitäxte der Einzelgrabkultur, bezeugen - ebenso wie ein überpflügter Grabhügel und zahlreiche Flintdolche aus der späten Jungsteinzeit - die Erschließung des Siedlungsraumes durch jungsteinzeitliche Bauern. Auch in späterer Zeit war das heutige Gemeindegebiet bewohnt, wie vier Grabhügel aus der älteren Bronzezeit und Urnenfunde der Bronzezeit (ca. 1700 bis 500 v. Chr.) beweisen.

 

1955 wurde beim Siedlungsbau am westlichen Ortsrand ein Urnenfeld entdeckt, das in der Zeit von 600 v. Chr. bis um Christi Geburt genutzt worden war. Insgesamt wurden hier bis 1960 etwa 1300 Urnen ausgegeben. Eine archäologische Sensation war der Fund eines Wagengrabes am Nordrand des Urnenfeldes. Abgesondert von den übrigen Bestattungen war hier ein Toter von vermutlich fürstlichem Rang verbrannt und beigesetzt worden. Von dem Wagen hatten sich nur die Metallbeschläge erhalten. Während der Wikingerzeit (ca. 800 bis 1100 n. Chr.) besaß Husby Bedeutung als regionales Zentrum und diente vielleicht auch als heidnisches Kultzentrum.

 

Geschichte:

Wie der alte Dorfkern im Nordosten bezeugt, war Husby ursprünglich als Runddorf angelegt. Im Jahre 1659 wurde das Pastorat während des so genannten „Polacken-krieg" von schwedischen Soldaten niedergebrannt. Außerhalb des Dorfes Husby auf dem Galgenfeld auf Husbyfeld befand sich eine Richtstätte. Der hier befindliche Galgen wurde im Jahre 1752 letztmals erneuert. Bis um 1860 war Husby ein reines Bauerndorf. An der 1872 zur Chaussee ausgebauten Landstraße lagen nur der Krug und die Schmiede. Nach Eröffnung der Bahnstation im Jahre 1881 verlagerte sicher der Mittelpunkt des Dorfes jedoch vom alten Mittelpunkt an die Landstraße im Süden. Hier entstand durch mehrere Geschäftshäuser eine neue Hauptstraße. In jüngerer Zeit ist Husby auch nach Westen und Norden gewachsen. 1886 wurde in Husby gemeinsam mit Gremmerup eine Freiwillige Feuerwehr gegründet, aus der später eigene Dorfwehren hervorgingen (Husby, Gremmerup, Markerup/Husbyholz), die seit 1962 auch über einen Feuerwehrmusikzug verfügt.