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Mobile Heizcontainer zur Überbrückung

08.10.2019

von Friedhelm Caspari

HUSBY/MAASBÜLL  Burkhard Gerling, stellvertretender Bürgermeister in Husby und einer der ideellen „Väter“ klimafreundlicher Wärmeversorgung im Amt Hürup, ist weiterhin optimistisch im Hinblick einer möglichst zeitnahen Verwirklichung solcher Projekte. Bis zur zentralen Wärmeerzeugung auf dem Areal des künftigen Energieparks Hürup-Feld könnten „heute schon wirtschaftlich realisierbare Zwischenlösungen“ die Zeit bis zum Anschluss an die zentrale Versorgung überbrücken, teilte Gerling mit.

In Hürup seien vom alternativen Versorger Boben Op bereits sogenannte Wärmeinseln entstanden, wobei klimafreundliche Nahwärme zurzeit noch von mobilen Heizcontainern erzeugt werde, so Gerling. Solche mit klimaneutralen Holzpellets gefütterten „Inseln“ könnten, wie bereits früher an dieser Stelle berichtet, später in ein regionales Wärmesystem einbezogen werden. Eine weitere derartige Wärmeinsel ist im vorgesehenen Neubaugebiet in Maasbüll und einem anliegenden Straßenzug mit Bestandsgebäuden auf Initiative interessierter Grundstückseigentümer geplant. Auch dort werde Nahwärme schon bald verfügbar sein.

„Eine ähnliche Entwicklung erhoffen wir uns für Husby“, sagte Gerling. Die Husbyer Mitglieder der Quartierskonzept-Lenkungsgruppe und weitere Gemeindevertreter versuchten, „eine Initiative aller interessierten Eigentümer anzustoßen, um durch Zusammenschluss interessierter Nachbarn möglichst schnell eigene Wärmeinseln und damit Kristallisationspunkte für die Entwicklung des übergreifenden Wärmeversorgungskonzeptes zu bilden“.

Mit seiner Stellungnahme wehrt sich Burkhard Gerling gegen den nach seiner Auffassung „fatalen Eindruck“, der aus der jüngsten Veröffentlichung zu den Planungen des Energieparks entstanden sei. Es sei keineswegs so, dass den an Nah- bzw. regionaler Fernwärme interessierten Hauseigentümern eine „quälende Warterei und Hängepartie bevorsteht“. Dass die Planung erst aufgenommen werde, wenn sich mindestens die Hälfte der Hauseigentümer zum Anschluss verpflichtet habe, wie es in der Infoveranstaltung zum Quartierskonzept vermittelt worden sei, „ist falsch“, so Gerling. „Die notwendigen Anschlussquoten lassen sich vielmehr erst bestimmen, wenn die Höhe der Investitionen und die Höhe der möglicherweise erfreulich hohen Förderung einer klimaverträglichen Wärmeerzeugung feststehen“.

Gegen Ende dieses Jahres werden konkrete Berechnungen vorliegen, und ein Vorbescheid über Fördermöglichkeiten ist für Anfang 2020 zu erwarten, stellte Gerling klar. „Insofern verzögern sich die Pläne für die Wärmeversorgung nicht, sondern liegen vielmehr exakt im Plan“. Mit den Berechnungen und einem Fördervorbescheid ließen sich dann seriöse Zahlen „für die geplante große Versorgungslösung nennen“.

 

Foto: Burkhard Gerling, stellv. Bürgermeister Husby